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Es ist viel leichter zu wissen was man will, wenn man bekommt was man will. (11. März 2006)
Heute abend fand im Kupferdächle in Pforzheim der 14. Poetry Slam Wettbewerb statt. Ich fand’s grossartig! Tolle Kurzgeschichten, Gedichte oder wie auch immer man die Vortäge benennen soll. Mein Favorit (ich fand alle super) hat dann auch den ersten Platz bekommen. Das Mädel aus Koblenz, die Gewinnerin des letzten Poetry Slams, hat so schnell gesprochen, dass ich bei ihrem Finaldurchlauf gar nicht mehr richtig hab zuhören können. Es ging wohl um Schulgeometrie, um Linien usw. Wie man so schnell sprechen kann ist mir jedoch ein Rätsel :). Auf jeden fall werd ich nächsten Mal, wenn möglich, wieder hingehen. Keine langweiligen Gedichte, nein, Satire, Komik etc. Es war richtig lustig und unterhaltsam.
Du bist der Wirbelwind,
der die Flamme in meinem Herz zum Lodern bringt.
So ein Wind darf man nicht zähmen,
man muß ihm folgen, ganz geschwind.
Ich laufe immer wieder ins offene Messer.
Denn das, was Du mir gibst, wiegt stärker wie der Schmerz den Du verursachst.
Selbst das Messer, in das ich hineinlaufe, würde ich Dir reichen.
Irgendwann wird das Messer stumpf.
Der heutige Tag war durch und durch einfach nur— genial. Super schön! Perfekt! Fast perfekt, es gibt ja schliesslich, oder sollte es zumindest, immer noch Steigerungen.
Ich wach also schon relativ zu den letzten Tagen gesehen sehr gut gelaunt auf, und dann später beim “Frühstück” kommt die Post und bringt mir einen Brief von meiner platonisch gesehen allerliebsten Julia. Ein gaaanz schöner Brief. Und da war ein gaaanz schöner Spruch drinnen:
Halte das Glück wie einen Vogel, so leise und lose wie möglich. Denkt er sich selbst nur frei, bleibt er dir gerne in der Hand!
Der Brief kam genau zur richtigen Zeit. Jupp, und dann war ich noch in Stuttgart, a bisserl was einkaufen, anschliessend mit meinem Cousin chinesisch Essen und danach im Kino in Dick und Jane. War ganz lustig der Film, nya etwas flache Handlung.
So, das hab ich grad eben noch geschrieben. Sind im Prinzip zwei Gedichte mit unterschiedlicher Interpretation.
Im Glanz der aufgehenden Sonne
Dein Lächeln
Fängt es langsam an zu tauen
Mein versteinertes Herz.
Dampfschwaden steigen auf gen Himmel
Trübe Gedanken entweichen
Dicke Tropfen lösen sich und fallen zu Boden
Spülen fort die Traurigkeit.
Vor über zwei Jahren hab ich am 16. Dezember 2003 folgendes Gedicht geschrieben:
Mein Stern
Ich blick hinauf gen Himmel
Voll Stern’ erleuchtet hell
Nicht leicht Dich dort zu finden
Doch gelungen ist’ s mir – gell?
Mein Blick bleibt ruhen
Konzentriert auf Deine Strahlen
Gelähmt – Ich kann nichts tuen
Erleide solche Qualen.
Gib mir ein Zeichen
Ein Glitzern gar ein Funkeln
Ich kann nicht weichen
Erlöse mich vom Dunkeln.
Strahlst’ nur für Mich?
Hab Dich so gern
Ich Liebe Dich!
Gestern, als ich eigentlich Gedichte von Joachim Ringelnatz zu suchen gedenkte, bin ich auf folgendes wunderschönes Liebesgedicht gestossen. Ein gewisser Roger hat es geschrieben. Ich hoffe er hat nix dagegen wenn ich es unten abdrucken:
Wenn ich in Deine Auge schau,
wird es mir ganz warm und flau.
Weiss nicht, was ich soll machen,
ob ich weinen soll oder gar lachen.
Wenn ich Dein Lachen sehe,
ich vor Schönheit fast vergehe.
Dann weiss ich tief im innern,
werde mich immer daran erinnern.
Wenn Dein Mund zu mir spricht,
kommt in mein Herzen helles Licht.
Springt meine Seele vor Freude über,
hoffe, das geht nie und nimmer vorüber.
Wenn ich Deine zarte Haut berühre,
ich mich an den Abgrund führe.
Weiss nicht wo hinten oder vorne ist,
will nur, das Du immer bei mir bist.
Bin nicht der Chef auf diesem Gebiet.
Kannst Du mir sagen woran das liegt,
dass ich nicht weiss was mit mir geschieht,
dass es mich vor verlangen fast verbiegt.
Ist das nun die wunderbare Liebe?
Gibt sie nun Freude oder Hiebe?
Ich werde sie einfach voll geniessen,
in ihr voll und ganz verfliessen.
Das folgende Gedicht hab ich grad kurz nach dem Aufstehen hingekritzelt. Und jetzt brauch ich erst mal was zum futtern.
Aufgelöst kommt er nach Hause,
Gefühl und Herzen brauchen eine Pause.
Nur aus seinem Kopf willst Du nicht weichen,
Da tausend Gedanken ständig um dich kreisen.
So entzückend wie er sie fand,
Was ist von dem nur heut geblieben?
Gestern nahm er ihre Hand,
Könnt’ er sie morgen wieder lieben?
Für heut aus seinem Herz entwichen,
Die Errinnerung, sie ist stark verblichen.
Wohl denn, es regnet bessre Tage,
An denen Kopf und Herz gemeinsam für sie schlagen.
Zwar liess er eine weitere Chance verweilen,
Und nicht mehr viele werden sie gemeinsam teilen.
Doch eins ist ihm gewiss,
Er schaff es, oder eben nicht.
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben.
Man tut das meiste im Leben, auch wenn man andere Gründe vorschützt, der Frauen wegen.
Wenn wir einen Menschen glücklich und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun.
Es ist kein Glück, geliebt zu werden. Jeder Mensch liebt sich selber, aber lieben, das ist Glück. (Nicht jeder ist fähig zu lieben, das mag stimmen, aber liebt sich jeder wirklich selbst? Bewusst, sicherlich nicht. Unbewusst mag sein. Aber liebt man sich dann wirklich selbst? Oder meint Hesse damit, das jeder sich selbst der Nächste ist?)
Eigentlich dachte ich immer Mein Stern sei mein Lieblingsgedicht. Das hat sich nun aber geändert. Mein neuer Favorit ist:
Ein Winter Tag
Ich schau herab und seh den Wald, Umhüllt von
Nebelschwaden
Schnee fällt leise – Diese Stille!
Fast trügerisch die Vöglein baden.
Mir ist nicht wohl. Wo gar mein Wille
In Trübsinn sich verstecke
Würd’ nur die Sonne scheinen
In mir die Lust erwecken
Doch Wehmut macht sich breit, so muss ich weinen.
Du trittst herein – Ich Liebe Dich!
Ganz spontan hab ich mich für folgendes Zitat von Nicolas Sébastien Chamfort entschieden:
Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.
Geschrieben hab ich das Gedicht am 3. Dezember, für eine ganz besondere Frau mit wundervollen Augen und einem wunderbaren Lächeln. Kein Wunder das ich mich sofort in sie verliebt hab, und immer noch bin :) Die drei ausgelassenen Verse existieren wirklich. Wer sie lesen möchte kann mir ja schreiben.
Entfachtes Herz
Frei und furchtlos steh ich da.
Weit geöffnet, die Tür zu meinem Herz.
Nichts ahnend, bis
Dein Blick, deine glänzenden Augen,
Ungebremst mich durchdringen.
Dein Strahl trifft mich hart.
Beschleunigt vom Sog meiner Hoffnung,
Entfacht er in mir ein wildes Feuer,
Bringt das Innerste, mein Herz zum Glühen.
Drei Verse ausgelassen :)
Etwas in mir erwacht.
Stärke, Mut!? Spendet Kraft
Mich wehrlos deinen Strahlen auszusetzen.
Sie zu empfangen, es geschehen zu lassen,
Wenn Du erneut mein Herz entflammst.
Optimist: Ein anderes Wort für Dummkopf. (Gustave Flaubert)
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. (Konrad Lorenz)